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Der Adel

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    Die Geschichte des Adels

    Die Geschichte des Adels

    Der Adel wird häufig als ein historisches Phänomen angesehen, das sich bereits in frühen Zivilisationen findet, von den ägyptischen Pharaonen über die attischen Eupatriden und den mesopotamischen Adel, byzantinische und römische Aristokratien, über den asiatischen und arabischen Adel bis hin zum Senatorenadel des späten römischen Reiches. Dieser stellte demnach die Schnittstelle zwischen dem mitterlalterlichen europäischen Adel und dem modernen Adel dar. Dies ist aber nicht eindeutig bewiesen.

    Der bedeutende römische Geschichtsschreiber und Politiker Publius Cornelius Tacitus behauptet, es habe eine Periode gegeben, in der jeder gleichberechtigt war und die Erbherrschaft sei erst später aufgekommen, wodurch der Gleichheitsgedanke verloren ging. Die Diskussion darüber, was den Adel aufmache, begann spätestens in der Renaissance, und eine uralte Vorherrschaft des Adels wurde angezweifelt. Dort, wo es keine Schriftquellen zum Thema Adel gibt, deuten jedoch bereits archäologische Befunde von außerordentlich reichen Grabbeigaben, auch Fürstengräber genannt, im Gegensatz zu deutlich schlichteren Begräbnissen auf soziale Führungsschichten und damit verbundene soziale Unterschiede hin.

    Der Adel wird häufig als ein historisches Phänomen angesehen, das sich bereits in frühen Zivilisationen findet, von den ägyptischen Pharaonen über die attischen Eupatriden und den mesopotamischen Adel, byzantinische und römische Aristokratien, über den asiatischen und arabischen Adel bis hin zum Senatorenadel des späten römischen Reiches. Dieser stellte demnach die Schnittstelle zwischen dem mitterlalterlichen europäischen Adel und dem modernen Adel dar. Dies ist aber nicht eindeutig bewiesen.

    Wie hat sich der Adel über die Zeit verändert

    Wie hat sich der Adel über die Zeit verändert

    Es ist nicht hinreichend nachweisbar, dass alle Gesellschaften, die als vorindustrielle Hochkulturen bezeichnet werden, auch eine adlige Klasse hatten, denn der Adel lässt sich nicht immer ausreichend von anderen Führungsschichten abgrenzen. Dies führt zu einer so großen Heterogenität des Adelskonzepts, dass eine genaue Definition des Adels stark von der jeweiligen Region und dem jeweiligen Zeitraum abhängt. Zudem besteht die Frage, ob die vermeintlich unveränderte Kontinuität des europäischen Adels zwischen dem Römischen Reich und dem Zweiten Weltkrieg in der Tat eine einheitliche Erscheinung darstellt oder ob es sich um ein Prestigekonstrukt handelt oder letztendlich um eine soziale Position, die sich von Generation zu Generation verändert.

    In der Regel hebt sich der Adel vorerst durch seinen großen Einfluss auf das öffentliche Leben ab. Dies zeigt sich zum Beispiel in seiner militärischen Überlegenheit, wie beim Schwertadel, dem Rittertum, bei den Samurai oder im Amtsadel. Ein weiteres Merkmal ist seine wirtschaftliche Potenz, insbesondere in Form von Grundbesitz, wie beim römisches Patriziat. Hieraus resultiert meist ein Anspruch, politisch zu dominieren. Diese Sonderstellung ist vor allem erblich, was die Stellung der Familie in den Mittelpunkt rückt.

    Besondere aristokratische Erziehung soll die Adligen vom Kindesalter an bereits darauf vorbereiten, militärische, politische, soziale und kulturelle Verantwortung zu tragen. Dahinter steht die Idee der Aristokratie und damit das Streben nach einer am Gemeinwohl orientierten Herrschaft des Besten oder Geeignetsten. Entscheidend war neben der Tüchtigkeit auch die sogenannte Tugendhaftigkeit einer Person. In Europa spiegelte sich diese Eigenschaft im christlichen Ideal der ritterlichen Tugenden wider. Das Gleiche traf auf das Ideal des rechtschaffenen Herrschers zu. Herrschaft wurde in den verschiedenen Regionen der Welt generell nicht nur durch eine uralte Abstammung von verdienten, ruhmvollen, mystischen oder sogar göttlichen Vorfahren legitimiert, sondern auch durch eine besondere Beziehung zu den Göttern. Beim priesterlichen Adel sprach man von einer besondere Heiligkeit des Herrschers oder sogar von einer Art Vergöttlichung des Herrschers.

    Die Idee der Aristokratie führte auch dazu, dass besonders fähige und tugendhafte Personen in den Adelsstand erhoben wurden. Dabei war es dem Adel, insbesondere der ranghöchsten Person vorbehalten, Nichtadlige in den Adel zu erheben. Diese Person war zumeist der König oder der Kaiser, in einzelnen Ländern aber auch zum Beispiel ein Herzog oder Fürst. Dieser Herrscher leitete seinen Herrschaftsanspruch wiederum aus einer göttlichen Prädestination ab und erhielt die Herrschaftswürde durch Vererbung, wobei man von einer Erbmonarchie sprach, oder durch freie Wahl. Dann handelte es sich um eine Wahlmonarchie. Eine dritte Möglichkeit war eine Art Prophezeiung, bei der die Person durch ein Zeichen erwählt wurde.

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