Die Familie von Hohenlohe-Brauneck war ein Zweig des weit verzweigten fränkischen Hochadelsgeschlechts von Hohenlohe, das seit dem 12. Jahrhundert eine bedeutende Rolle im süddeutschen Raum spielte. Der Beiname Brauneck bezieht sich auf die im 13. Jahrhundert erworbene Burg Brauneck bei Karlstadt am Main, die dieser Linie als Stammsitz diente.
Die Hohenloher zählten zu den einflussreichsten Dynastenfamilien Frankens, ursprünglich Ministerialen der Staufer, die sich bald zu eigenständigen Reichsfürsten entwickelten. Die Linie Hohenlohe-Brauneck entstand im frühen 13. Jahrhundert, als sich der Besitz zwischen mehreren Brüdern aufteilte. Heinrich von Hohenlohe-Brauneck, einer der ersten namentlich bekannten Vertreter, war ein bedeutender Förderer kirchlicher Institutionen und nahm am Kreuzzug Kaiser Friedrichs II. teil.
Im Laufe des 14. Jahrhunderts festigten die Hohenlohe-Brauneck ihre Stellung durch geschickte Heiratspolitik. Sie verbanden sich mit anderen fränkischen und schwäbischen Adelsgeschlechtern, darunter den Grafen von Henneberg und den Herren von Castell. Dennoch blieb die Linie vergleichsweise klein und territorial zersplittert. Wirtschaftlich stützte sie sich auf Lehen, Zehntrechte und den Abbau von Bodenschätzen in ihrem Herrschaftsgebiet.
Das Wappen der Familie zeigt in Silber zwei aufrechte schwarze Löwen, oft mit goldener Bewehrung und Zunge. Es symbolisiert Tapferkeit, Macht und Unabhängigkeit – Tugenden, die für die Hohenloher charakteristisch waren. Auf dem Helm steht ein wachsender schwarzer Löwe, flankiert von schwarz-silbernen Decken.
Heute erinnert vor allem die Burgruine Brauneck an dieses Kapitel der Hohenloher Geschichte – ein Zeugnis der Ritterherrlichkeit, Frömmigkeit und regionalen Machtpolitik des fränkischen Hochadels im Mittelalter.









